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Fettabsaugung

Resistente Fett-Zonen oder auch Problemzonen − viele Menschen können die eigenen benennen und beobachten.

Moderne vibrations-assistierte Fettabsaugung, Eigenfett-Muskeldefinition und feine Kanülen können mit kleineren Einstichen eine große Wirkung erzielen.

Auf einen Blick: Fettabsaugung

OP-Zeit:

1-4 Stunden

Narkose:

Dämmerschlaf/Vollnarkose/Lokale

Aufenthalt:

ambulant/ 1 Übernachtung

Fadenzug:

nicht notwendig

Nachbehandlung:

4 Wochen Kompressionswäsche

Duschen:

nach 1 Tag

Gesellschaftsfähig:

nach 3-5 Tagen

Arbeitsfähig:

nach 1-2 Wochen

Sportfähig:

nach 2-3 Wochen

Ergebnis:

dauerhaft nach 6 Monaten

Kosten:
1. Region bds. 1.800−2.800 € inklusive Narkose
jede zusätzliche Region bds. 800−1.000 €

Alle Angaben beruhen auf Erfahrungswerten und können im Einzelfall abweichen. Alle Kosten inklusive Mehrwertsteuer.

Häufige Fragen

Wie viel Fett kann abgesaugt werden?

Durch moderne Narkosetechniken und die Nutzung der Tumeszenztechnik wird heute in aller Regel kaum noch Blut mit abgesaugt. Dadurch ist eine größere Menge an Fett absaugbar, aus Sicherheitsgründen beschränkt man sich allerdings auf ungefähr fünf Liter.

Es gibt keine Einschränkungen in Bezug auf die Anzahl der Körperzonen – begrenzende Faktoren sind die Menge des entfernten Fettes und die Operationsdauer.

Wo kann abgesaugt werden?

Fettabsaugungen sind sowohl am Bauch, an den Flanken, am Rücken, am Gesäß, an den Ober-, Unterschenkeln und Knöcheln als auch an den Armen, den Brüsten, am Hals und am Nacken möglich.

Wie läuft die Fettabsaugung ab?

Bei einer Fettabsaugung werden sehr feine Kanülen über kleine Schnitte eingeführt und die Fettzellen in einem bestimmten Areal abgesaugt. Die Fettabsaugung ist nicht geeignet um starkes Übergewicht (Fettsucht) zu behandeln, sie ist vielmehr eine Möglichkeit, den Körper zu konturieren.

Verbessert sich Cellulite durch eine Fettabsaugung?

Cellulite ist durch die spezielle Struktur des weiblichen Bindegewebes und der darin eingeschlossenen Fettzellen bedingt. Durch eine oberflächliche Fettabsaugung lässt sich eine leichte Verbesserung erzielen, ein Verschwinden der Cellulite ist jedoch nicht zu erwarten.

Können Fettzellen nachwachsen?

Abgesaugte Fettzellen sind für immer entfernt und wachsen auch nicht nach. Das bedeutet aber nicht, dass Sie bei unkontrollierter Kalorienzufuhr nicht wieder zunehmen können. Allerdings stehen die Proportionen dann meist wieder zueinander in Relation, sodass auch die Gewichtszunahme in aller Regel proportionaler ist.

Was ist bei einem Hautüberschuss zu tun?

Wann ist eine Fettabsaugung ausreichend, wann muss eine Straffung erfolgen? Eine moderne Fettabsaugung besteht heute nicht mehr aus einer reinen tiefen, sondern zusätzlich einer oberflächlichen hautnahen Absaugung. Auf diese Weise wird der Hautmantel entlastet und kann deutlich schrumpfen. Diese Schrumpfungstendenz wird durch die elastischen Rückbildungskräfte der Haut bedingt und ist umso stärker, je gesünder die Haut ist und je sie besser gepflegt wird.

Sind Risse in der Haut (z. B. nach Schwangerschaften) entstanden, sind diese meist bereits vernarbt und die Rückbildungskräfte eingeschränkt – aber auch diese Haut kann von innen aktiviert werden. Bleiben trotz Ausnutzung der maximalen Rückbildungskräfte Hautfalten zurück, können diese mit einem Straffungseingriff entfernt werden. Durch die vorherige Schrumpfung der Haut ist eine Operation oft weniger umfangreich sowie risikoärmer und auch die Narbenbildung meist geringer.

Welche Narben bleiben nach einer Fettabsaugung?

Die Kanülen für die Fettabsaugung haben eine Größe von drei bis fünf Millimetern im Durchmesser. Aus diesem Grund sind nur kleine Stichinzisionen notwendig. Wir entscheiden individuell, wie viele Einstiche notwendig sind, um eine Region zu behandeln – in der Regel reichen zwei Inzisionen pro Region aus.

Sind Lymphdrainagen sinnvoll nach einer Fettabsaugung?

Vor der Anwendung vom Lymphdrainagen sollte direkt nach der Operation eine gewisse Zeit der Wundheilung abgewartet werden. Nach dieser Zeit fördern Lymphdrainagen den Heilungsprozess und vermindern oftmals Schwellungen. Dabei werden sich ansammelndes Gewebewasser durch die Drainagetechniken abgeführt, Lymphgefäße aktiviert und die Zirkulation angeregt.

Sind Massagen nach einer Fettabsaugung sinnvoll?

Durch kleine Blutergüsse und Gewebewasseransammlungen kommt es nach der Operation meist trotz Kompression zu kleinen Verhärtungen. Diese können gut mit einer leichten Massage erfolgreich behandelt werden.

Warum sollte man Kompressionswäsche nach einer Fettabsaugung tragen?

Nach der Operation besteht eine Schwellneigung in den behandelten Bereichen: Eine Kompression vermindert die Entwicklung von Blutergüssen. Weiterhin wird die Auslaufzeit der Restflüssigkeit (Tumeszenzverfahren) durch den Kompressionseffekt meist deutlich verkürzt. Die Kompressionswäsche sollte vier Wochen getragen werden.

Gibt es Risiken nach einer Fettabsaugung?

Wie bei jeder Operation sind auch bei einer Fettabsaugung Komplikationen möglich. Wir beraten Sie vorab ausführlich zu möglichen Risikofaktoren.

Welche Verfahren gibt es bei der Fettabsaugung?

Vibrations-Fettabsaugung

Die Vibrations-Fettabsaugung wird mit einem speziellen Fettabsaugungsgerät durchgeführt. Es löst die Fettzellen schonend aus ihrer Umgebung, sodass sie mit weniger Unterdruck abgesaugt werden können. Das Gerät arbeitet zeitsparend – so kann meist mehr Fett bei geringerem Risiko entfernt werden.

Tumeszenztechnik

Bei der Fettabsaugung bestehen unterschiedliche Möglichkeiten der Narkose. Welche dabei gewählt wird, hängt neben dem Wunsch des Patienten und des Arztes auch vom Umfang des Eingriffs ab. Während kleinere Veränderungen in lokaler Betäubung vorgenommen werden können, sind bei größeren Eingriffen eine Vollnarkose oder ein Dämmerschlaf empfehlenswert.

Während der Tumeszenztechnik wird das Gewebe prall mit Flüssigkeit gefüllt, die gleichzeitig in das oberflächliche und das tiefliegende Fettgewebe eingebracht wird. Durch den Gewebedruck und die Wirkung des in der Flüssigkeit erhaltenen Adrenalins werden die Gefäße verengt und das Blut aus dem Fettgewebe entfernt – so wird während des Eingriffs kaum Blut mit abgesaugt. Im Verlauf der Fettabsaugung werden Gewebetrümmer und Bakterien mit der Flüssigkeit aus den Wunden gespült – diese Art der Fettabsaugetechnik bietet damit erfahrungsgemäß einen höheren Schutz vor Infektionen.

Ein Großteil der Flüssigkeit wird bei der Absaugung entfernt, Restflüssigkeit läuft allerdings in den folgenden Tagen noch aus den Wunden heraus. Diese Auslaufzeit ist normalerweise auf zwei bis drei Tage begrenzt − durchgehend getragene Kompressionswäsche verkürzt die Zeit oftmals deutlich.

Wann darf ich wieder ins Solarium oder in die Sauna?

Wärme führt nach dem Eingriff zu einer Schwellung. Aus diesem Grund ist das saunieren bzw. der Besuch des Solariums in den ersten Wochen nach einer Operation nicht zu empfehlen. Nach etwa sechs Wochen ist die Schwellneigung in der Regel soweit abgeklungen, dass dies wieder problemlos möglich ist. In der Narbenregion muss allerdings auf konsequent hohen UV-Schutz geachtet werden.

Ist eine Gewichtsabnahme vor der Operation sinnvoll?

Vor der Fettabsaugung sollten Sie ein stabiles Gewicht aufweisen, das Sie auch nach der Operation weiter halten können. Falls Sie anschließend noch etwas Gewicht verlieren, ist das für die Operation von Vorteil und das Gesamtergebnis verbessert sich meist nochmals. Auf keinen Fall sollten Sie direkt vor der Operation stark abnehmen.

Kann ich Übergewicht mit einer Fettabsaugung behandeln?

Bei Übergewicht sollten zunächst geeignete Maßnahmen zur Gewichtsverminderung eingeleitet werden – hier ist oft eine Ernährungsberatung bzw. die Arbeit mit einem Personal-Trainer sinnvoll. In ganz schwierigen Fällen bestehen Möglichkeiten mit z.B. einem Magenballon das Abnehmen zu beschleunigen.

Wie lange hält das Ergebnis?

Das Ergebnis einer Fettabsaugung ist in aller Regel dauerhaft, da das überschüssige Fett entfernt wurde. Sollten Sie allerdings zunehmen, wird erneut Fett eingelagert und die Haut dehnt sich unter Umständen. Die normalen Schwankungen des Gewichtes (ca. 2-3 kg) sind dabei unerheblich.

Ist eine stationäre Behandlung sinnvoll?

Dies hängt zum einen von der Ausdehnung der Operation ab: Wird sehr viel Fett abgesaugt, ist eine stationäre Behandlung sinnvoll.

Zudem muss bedacht werden, dass durch die Tumeszenztechnik nach dem Eingriff Flüssigkeit aus den Wunden austritt. Ist eine ambulante Behandlung geplant, muss dies für den Aufenthalt zu Hause beachtet werden. Sie bekommen dafür von uns alle notwendigen Utensilien im Rahmen unseres All-inclusive-Konzepts gestellt.

Wünschen Sie Hilfe durch spezialisierte Fachkräfte beim Verbandswechsel oder einer Dusche sowie eine ärztliche Kontrolle am nächsten Morgen, ist eine Übernachtung bei uns möglich.

Warum tritt anschließend Flüssigkeit aus?

Bei einer modernen Fettabsaugung wird die sogenannte Tumeszenztechnik benutzt, bei der einige Liter Flüssigkeit in das Fettgewebe eingebracht werden, um es zu lösen. Ein Großteil der Flüssigkeit wird bei der Absaugung entfernt, einiges läuft noch in den folgenden Tagen aus den Wunden heraus.

Diese Auslaufzeit ist normalerweise auf zwei bis drei Tage begrenzt, kleinere Restmengen können aber auch später noch auslaufen − durchgehend getragene Kompressionswäsche verkürzt diese Zeit deutlich.

Behandlungsregionen

Bauch

Bei der Körperkonturierung gilt es stets den Gesamteindruck im Auge zu behalten. Wichtig ist auch die Kombination des Bauches mit den umgebenden Bereichen: Die Übergänge sollten in die Behandlungsplanung miteinbezogen werden, damit nicht einzelne Regionen „abgesaugt“ erscheinen. Einige Teilbereiche des Bauches verdienen zudem besondere Beachtung. Beispielsweise ist der Übergang der Rippen zum Bauch besonders zu betonen – es sollte ein rund geschwungener, nach außen abfallender Rippenbogen zu sehen sein. Er bildet den Übergang zum Brustkorb und definiert dessen Grenzen. Es ist empfehlenswert, diesen Bereich zu lösen, um die Rückbildungsfähigkeit der Haut auch auf die umliegenden Bereiche zu übertragen.

Im optimalen Zustand ist der obere sowie der untere Teil des Bauches konkav und der mittlere konvex. Bei Männern hat der Bauch eine geradere und eher viereckige Form − besondere Beachtung liegt hier auf der Muskulatur. Frauen zeigen dagegen eher eine geschwungene Taille: Der Bauch ist im unteren Bereich eher leicht gerundet und meist nicht so flach wie bei einem Mann.

Bevor eine Fettabsaugung am Bauch vorgenommen werden kann, müssen einige Aspekte beachtet werden.

  • Zunächst werden die Menge des vorhandenen und des zu entfernenden Fettgewebes beurteilt. Bei einer Fettabsaugung am Bauch muss zudem beachtet werden, dass tiefliegendes Fett zwischen den Organen bestehen bleibt. Intensives Training der Bauchmuskulatur wirkt sich positiv auf das Ergebnis aus.
  • Liegt eine Bauchwandschwäche vor, kann die Fettabsaugung allein z.B. eine nach Schwangerschaften geweitete Muskulatur nicht straffen. Dies wird nur operativ mit einer Bauchdeckenstraffung erreicht. Der Bauch kann also nicht ganz flach gesaugt werden, da die lockere Muskulatur dies verbietet − ein flacher Bauch entsteht nur durch eine straffe Muskulatur und wenig Fettgewebe.
  • Liegt ein deutlicher Hautüberschuss in Form einer großen Falte oder in Form vieler dünner Bauchfalten vor, muss zunächst abgewogen werden, wie viel davon durch die Rückbildungskräfte der Haut ausgeglichen und wieviel zurückbleiben wird. Ein großer Hautüberschuss muss operativ entfernt werden.
  • Sind Bauchwandbrüche, sogenannte Hernien, vorhanden, müssen diese operativ korrigiert werden, da sich sonst Fettgewebe aus der Tiefe oder im Extremfall Darmschlingen vorwölben können. An diesen Stellen ist die Bauchwand stark ausgedünnt oder nicht mehr vorhanden. Häufig sind den Patienten diese Stellen bereits bekannt, da sie meist schmerzen.

Besteht bei Männern eine gut trainierte Muskulatur und sind die Fettmengen nicht zu ausgeprägt, kann die unterliegende Muskulatur durch eine Fettabsaugung dargestellt werden – der sogenannte „Sixpack“ kommt zur Geltung. Die Vertiefungen der einzelnen Muskelunterteilungen verdienen dabei besondere Beachtung: Neben der geraden Bauchmuskulatur sollte auch der Übergang zur seitlichen Muskulatur gut erkennbar sein.

Bei Frauen ist die Muskulatur ebenfalls wichtig, sollte aber nicht so stark betont werden wie beim Mann. Hier ist der Bereich um den Nabel besonders wichtig. An dieser Stelle liegen Fettdepots tief auf der Muskelscheide oberhalb und unterhalb des Bauchnabels. Dieser Bereich muss sorgfältig ausgedünnt werden, um einen glatten Übergang von Oberbauch zu Unterbauch zu bekommen.

Flanken

Das Fett an den Flanken ist nur sehr schwer mit Diäten zu reduzieren – sowohl Männer als auch Frauen weisen hier Problemzonen auf, die typischerweise als Rettungsringe bezeichnet werden. Die Lage der Fettdepots ist allerdings geschlechterspezifisch.

Bei der Frau entsteht häufig die typische „Violinen-Deformität“. Diese beschreibt Fettpolster an den Oberschenkeln und den Flanken, die der Kontur die Form einen Geige geben. Hier müssen beide Bereiche behandelt werden, um eine neue, runde Form zu erzielen. Diese Region ist besonders wichtig für eine harmonische Körperkontur, da sie in der Ansicht von vorne die Taille definiert.

Während an den Seiten meist weniger stark gesaugt wird, sollte die tiefe Rücken- und Taillenregion möglichst komplett von Fett befreit werden. Hierdurch ist eine deutliche Verbesserung der Taille möglich und die Übergänge zum Rücken sowie zum Gesäß werden harmonischer gestaltet. Um den Gesamteindruck zu optimieren, wird auch die Form des Gesäß‘ miteinbezogen.

Rücken

Am Rücken befindet sich das Fettgewebe zwischen ausgeprägtem Bindegewebe, daher ist eine starke Absaugung notwendig. Zudem ist die Haut sehr dick − um eine gute Hautrückbildung zu bewirken, sind großflächige Hautablösungen zwingend. Die Verwachsungszonen sind dabei zu beachten und gesondert zu lösen.

Po

Der Po kann unterschiedliche Formen aufweisen. Welche Form als schön bewertet wird, ist individuell sehr verschieden. Ein optimaler Po ist ein dreidimensionales Gebilde: Er besteht aus Rundungen sowie Volumen an verschiedenen Stellen.

Um die Form zu verbessern, ist in aller Regel eine Fettverschiebung notwendig – die Formverbesserung wird dabei durch eine Kombination von Fettabsaugung und Fettverschiebung erreicht. Eine zu starke Absaugung würde allerdings unter Umständen zu einem hängendem Po führen, was definitiv nicht gewünscht ist.

Oberschenkel

Umschriebene Fettansammlungen in den Beinen erschweren das Tragen von enger Kleidung. Sitzt die Kleidung nach einer Behandlung passgenau, fühlen sich die Patientinnen darin deutlich besser.

Bei den Beinen spielt die knöcherne und muskuläre Anatomie eine wichtige Rolle, sodass bei einigen Frauen dünne Beine nur schwer zu ermöglichen sind − eine allgemeine Verbesserung ist aber fast immer möglich. Ein sehr kräftiges Bein kann allerdings nicht durch eine Fettabsaugung „dünn gesaugt“ werden.

Patientinnen haben zudem häufig Probleme mit Cellulite − diese bedingt sich in der anatomischen Struktur des Bindegewebes und durch eine weiche Haut. Sie führt leicht zu Einziehungen, starkes Absaugen sollte daher unterlassen werden, um keine Unregelmäßigkeiten zu hinterlassen.

Eine der am häufigsten abgesaugten Regionen ist die Außenseite der Oberschenkels: Hier entstehen die typischen „Reiterhosen“. Diese Region ist für die allgemeine Körperkontur extrem wichtig, und ihre erfolgreiche Konturierung bewirkt meist eine starke Verbesserung der Körperform und hat positiven Einfluss auf die Selbstwahrnehmung.

Auch die Region der inneren Oberschenkel wird regelmäßig abgesaugt, da die Fettzellen an dieser Stelle nicht leicht durch Diäten und Sport reduzierbar sind. Die Oberschenkelinnenseite und die Knie müssen als ästhetische Einheit betrachtet und gemeinsam behandelt werden, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Unterschenkel und Fesseln

Viele Frauen wünschen sich dünne Waden für das unkomplizierte Tragen von Stiefeln und High Heels. Wenn sich Fett an den Fesseln anlagert, ist die Kontur meist sehr schnell aufgehoben, was sehr unschön aussieht. Hier kann mit einer Fettabsaugung eine Konturverbesserung erzielt werden.

Fettabsaugung der Arme

Da bei Männern kräftige Arme weniger störend wirken, wird eine Fettabsaugung der Arme in erster Linie bei Frauen durchgeführt. Viele Patientinnen wünschen sich dünne, klar definierte Arme, ohne die typischen seitlichen und rückseitigen Fettpolster.

Besonders wichtig für eine schöne Kontur ist dabei die Entfernung des Fettdepots über dem inneren Ellenbogen. Bei der Nachbehandlung sollte das Kompressionsmieder gut sitzen und konsequent getragen werden, damit es nicht zu Stauungsproblemen am Unterarm kommt.

Brustkorb

Die normale Form des Brustkorbs ist leicht konkav. Die Absaugung sollte immer in Relation zum übrigen Körper und insbesondere der Bauchregion erfolgen. Um die Rückbildung der Haut zu verbessern, ist die Lösung der Verwachsungszonen an den Rippen wichtig.

Eine Fettabsaugung beim Mann kommt am häufigsten in Zusammenhang mit einer vergrößerten Männerbrust vor. Dabei sollte ein klarer Übergang zu den Bauchmuskeln gebildet werden.

Bei Frauen lagern sich Fettpolster meist an den Seiten des Brustkorbs sowie an den Übergängen zur Brust und den Armen an. Bei der Absaugung ist der Erhalt der Unterbrustfalte wichtig.

Brust

Eine reine Fettabsaugung zur Brustverkleinerung ist möglich, wenn eine gute Form und Lage des Brustwarzenkomplexes gegeben ist und die Vergrößerung nicht hauptsächlich durch Drüsengewebe verursacht wird. Der Vorteil: Es entstehen in aller Regel keine Narben – diese Vorgehensweise ist allerdings nicht bei jeder Brustform möglich.

Hals

Durch vermehrtes Fettgewebe am Hals bildet sich das sogenannte „Doppelkinn“. Das Fett muss hierbei in Relation zum Muskel betrachtet werden, da tiefes Fettgewebe unterhalb der Muskulatur nicht abgesaugt werden kann, ohne den Muskel zu verletzen. Das oberflächliche Fett lässt sich hingegen gut vermindern.

Eine Beurteilung der Hautmenge und des Muskels ist wichtig, da es bei bleibender Hauterschlaffung zu einer Demaskierung des hängenden Muskels kommen kann, was dann unter Umständen nur durch ein Facelift behoben werden kann.

Nacken

Am Nacken kann sich umschrieben Fett ansammeln. Die Veränderung wird dann oftmals als „Stiernacken“ bezeichnet.
Diese Fettdepots können allerdings auch sogenannte Lipome, gutartige Fettgewebsschwellungen, sein − diese bilden dann einen unschönen Buckel, der behandelt werden sollte.

Defekte nach Liposuktionen

Durch frühere Fettabsaugungen, bei denen zu viel Fett entfernt wurde, können Defekte entstehen. Die tiefsten Stellen verwachsen dann oft mit der Muskulatur, was zusätzlich zu Einziehungen führt.

Bei der Behandlung gilt es die tiefen Verwachsungen zu lösen und den Defekt mit Eigenfett aufzufüllen. Zusätzlich wird an den Rändern meist noch Fett abgesaugt, um eine Glättung des Übergangs zu erreichen. Zum Schluss folgt noch ein Liposhifting, bei dem freie Fetttransplantate aus der Umgebung genutzt werden, um den Defekt zusätzlich aufzufüllen.

Fettabsaugung beim Mann

Am häufigsten wird bei Männern eine Fettabsaugung am Bauch und an den Flanken durchgeführt. Hier entsteht der typische „Rettungsring“, der nur sehr schwer oder gar nicht durch Diät und Sport reduziert werden kann.

Männer wünschen sich in der Regel eine fast komplette Entfernung des Fettgewebes, damit die unterliegende Muskulatur durchscheint. Besonders an den Flanken muss meist viel Fett entfernt werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Dieses Fettgewebe ist allerdings stark mit Bindegewebe durchsetzt.

Das bei Männern ebenfalls typische Fett im Bauch zwischen den Organen kann nicht abgesaugt werden. Das Fett unter der Haut ist kann zwar trotzdem entfernt werden, das Ergebnis ist dann aber oft nicht wie gewünscht. Aus diesem Grund ist ein detailliertes Vorgespräch wichtig, auch um zu vermeiden, dass unrealistischen Vorstellungen entstehen.

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