Kontakt

Mimikhemmer-Behandlung

Der Mimikhemmer ist der Klassiker, ein Nervengift (Neurotoxin), das – in homöopathischer Dosierung – in der ästhetischen Gesichtsbehandlung Verwendung findet. Die Mimikhemmer-Behandlung schwächt gezielt kleinere Gesichtsmuskeln, um Mimikfalten zu vermindert oder gar zu beseitigen.

Auf einen Blick: Mimikhemmer-Behandlung

OP-Zeit:

20 Minuten

Narkose:

Oberflächenanästhesie/Kühlung

Aufenthalt:

ambulant

Nachbehandlung:

Kühlung

Duschen:

sofort

Gesellschaftsfähig:

sofort

Arbeitsfähig:

sofort

Sportfähig:

nach 1 Tag

Ergebnis:

Beginn nach 3-4 Tagen,
Dauer für ca. 4-6 Monate

Kosten:
ab 140 €, Mimikhemmer-Sprechstunde
ab 220 €, Neuberatung
ab 600 € zur Schweißkontrolle
ab 600 € zur Wadenformung

Alle Angaben beruhen auf Erfahrungswerten und können im Einzelfall abweichen. Alle Kosten inklusive Mehrwertsteuer.

Häufige Fragen

Ist der Mimikhemmer nicht ein Gift?

Das stimmt, der Mimikhemmer ist sogar ein sehr starkes Nervengift – in sehr geringen Dosen kann es aber für die Gesichtsbehandlung genutzt werden. In dieser geringen Dosierung hat es keinen giftigen Effekt mehr, sondern bewirkt nur die Lähmung kleinerer Muskeln.

Wie lange hält die Wirkung einer Mimikhemmer-Behandlung an?

Die Wirkung einer Behandlung mit dem Mimikhemmer hält erfahrungsgemäß zwischen drei und sechs Monaten an. Dies ist individuell sehr verschieden: Patienten berichten, dass die Wirkung geringer ausfällt, wenn sie viel Sport machen. Zudem sollten Sie direkt nach der Behandlung auf Saunagänge verzichten, da der Mimikhemmer durch Hitzeeinwirkung abgeschwächt wirken kann.

Was kostet die Behandlung der einzelnen Regionen?

Typische Regionen sind die Zornesfalten, Stirnfalten, Lachfalten aber auch Halsfalten, Nasenfalten, und Falten um den Mund.

Der Preis ist dabei dosisabhängig.

Wo kann der Mimikhemmer überall eingesetzt werden?

Typische Beispiele für die Anwendung von Mimikhemmern sind Mimikfalten wie Zornesfalten, Stirnfalten, Lachfalten um die Augen und Nasenfalten (sog. bunny lines). Des Weiteren können auch verstärkte Falten am Kinn („Pflastersteinkinn“) sowie Hals- und Dekolletéfalten behandelt werden. Ein Anheben der Augenbraue als „chemical browlift“, die Behandlung des „gummy smile“ und die Anhebung hängender Mundwinkeln sind ebenfalls möglich.

Gibt es Langzeitfolgen?

Bisher sind keine Langzeitfolgen einer Mimikhemmer-Behandlung bekannt. In seltenen Fällen kann die Wirkung von dem Mimikhemmer durch die Bildung von Antikörpern abgeschwächt werden.

Die Muskelfunktionen gehen nach bisherigem Kenntnisstand auch nach jahrelanger Anwendung nicht verloren. Ist die lähmende Wirkung nicht mehr gewünscht, kommen nach Abbau des Wirkstoffes die Mimikfunktionen vollständig zurück.

Ist die Spritze schmerzhaft?

Wenn gewünscht, führen wir die Behandlung mit einer Oberflächenanästhesie durch, sodass sie fast schmerzfrei verläuft. Zudem benutzen wir Nadeln mit einem sehr geringen Durchmesser und minimieren so erfahrungsgemäß die Unannehmlichkeiten.

Was ist der Unterschied zwischen dem Mimikhemmer und Hyaluronsäure?

Der Mimikhemmer hemmt die Transmitterübertragung an den Nervenzellen des Muskels und dadurch dessen Funktion. Dieser Effekt wird in der ästhetischen Medizin dazu genutzt, gezielt Muskelaktivität zu reduzieren. Dadurch können insbesondere mimische Falten, also durch Muskelbewegungen erzeugte Falten, gemindert werden.

Hyaluronsäuren sind dagegen Füllstoffe, die ins Gewebe eingebracht werden, sich dort verteilen und Falten durch ihr Volumen vermindern − sie wirken nicht auf die Muskeln.

Bekomme ich nach der Behandlung mit dem Mimikhemmer ein „Maskengesicht“?

Ein starres „Maskengesicht“ entsteht dann, wenn zuviel Mimikhemmer im gesamten Gesicht gespritzt wird. Dieser Effekt ist unschön und sollte vermieden werden. Durch die genaue Dosierung ist aber eine abgestufte Behandlung möglich, sodass eine gewünschte Restmimik erhalten bleibt.

Behandlungsregionen

Zornesfalten

Zornesfalten sind erfahrungsgemäß die am häufigsten mit dem Mimikhemmer behandelten Falten. Der „böse“ Gesichtsausdruck kann durch die Behandlung verbessert werden. Bei sehr ausgeprägten Falten bleiben trotz Behandlung gelegentlich noch vertikale Restfalten übrig − diese können dann noch mit einem Filler unterfüttert werden.

Stirnfalten

Stirnfalten („Sorgenfalten“ oder „Denkerfalten“) sind ein typisches Alterszeichen. Da der Stirnmuskel ein „Heber“ der Augenbraue ist, kann diese bei einer Überkorrektur mit dem Mimikhemmer absinken. Um dieses zu verhindern, kann im äußeren Bereich auf eine Injektion verzichtet werden.

Allerdings ist in diesem Fall eine Bewegung der Muskulatur im äußeren Stirnbereich möglich, was die Augenbraue dann auf beiden Seiten unnatürlich „in die Höhe gezogen“ erscheinen lassen kann. Um dieses zu verhindern, muss der äußere Stirnbereich in der ersten Sitzung sehr vorsichtig behandelt und gegebenenfalls nachbehandelt werden.

Cat-Eye

Beim sogenannten „Cat-Eye“ geht es darum, den äußeren Bereich der Augenbraue anzuheben. Dies wird gerade bei jüngeren Patienten gewünscht bzw. ist bei älteren bei einem Absinken der Augenbraue angezeigt, wenn die Stirn behandelt wird.

Augenbrauen

Auch die Augenbrauen können durch die Gabe von dem Mimikhemmer angehoben werden („chemisches Augenbrauenlift“). Es wird insbesondere bei Frauen angewendet, da sich Männern eher eine gerade Augenbraue wünschen.

Es ist maximale eine Anhebung von einem bis drei Millimetern möglich – ist eine ausgeprägtere Behandlung gewünscht, ist ein operatives Augenbrauenlift notwendig.

Open-Eye-Look

Beim sogenannten „Open-Eye-Look“ wird das Mimikhemmer am unteren Augenlid eingesetzt. Besteht ein deutlicher Hautüberschuss, sollte die Behandlung allerdings unterlassen werden.

Lachfalten

Lachfalten werden oftmals auch als „Krähenfüße“ bezeichnet. Diese Falten entstehen im Laufe der Zeit durch die altersbedingte Veränderung der Haut.

Mit Mimikhemmer können nur die Fältchen außerhalb des knöchernen Orbitarandes behandelt werden – dies kann dazu führen, dass bei ausgeprägten Falten ein sichtbarer Übergang entsteht. Sollten nach der Behandlung noch Falten bestehen, sind diese nicht muskulär bedingt und können daher mit Mimikhemmer nicht ausreichend behandelt werden. Hier werden auf Wunsch Filler zur Unterfütterung eingesetzt.

Oberlippenfalten

Oberlippenfalten werden auch als „Raucherfalten“ bezeichnet, da sie besonders häufig bei Rauchern durch den Zug an der Zigarette entstehen. Hier kommen in erster Linie Filler zum Einsatz, Mimikhemmer wird aber gerne zusätzlich eingesetzt.

Die Injektion erfolgt subkutan und in geringer Konzentration − da der Mund intensiv bewegt wird, kann eine Muskelmodifikation mit Mimikhemmer sonst leicht zu Störungen führen. Nebenwirkungen sind oft ein ungleiches Lächeln oder die Beeinträchtigung des Pfeifens oder Strohhalmtrinkens.

Mundwinkel-, Unterlippenfältchen

Der Mundwinkel ist ein wichtiger ästhetischer Indikator – hängt er herab, wird dies als ein Zeichen von Traurigkeit gewertet. Daher werden diese Falten auch als „Traurigkeitsfältchen“ bezeichnet.

Im Alter überwiegt oft die Muskelaktivität, die den Mundwinkel herunterzieht. Diese kann mit einer Mimikhemmer-Injektion vermindert werden. Auch hier muss mit geringen Konzentrationen gearbeitet werden, um das Muskelgleichgewicht am Mund nicht zu beeinträchtigen.

Kinnfalten, Pflastersteinkinn

Beim Sprechen wird der Kinnmuskel vermehrt angespannt, was zu unästhetischen Einziehungen am Kinn führen kann. Im Alter nimmt zudem das subkutane Fettgewebe ab, was diesen Effekt zusätzlich verstärkt. Da diese Einziehungen meist nur beim Sprechen auftreten, sind sie häufig für viele Patienten als Ursache nicht ersichtlich. Hier kann mit einer bis zwei Mimikhemmer-Injektionen im Kinnbereich zeitweise Abhilfe geschaffen werden.

Lippen-Kinn-Falte

Die Lippen-Kinn-Falte ist bei vielen Patienten stark ausgeprägt und unter Umständen nicht einfach zu behandeln: Es werden in erster Linie Filler zur Unterfütterung eingesetzt, zusätzlich wird Mimikhemmer im Kinnbereich verwendet, um den Kinnmuskel abzuschwächen.

Durch die Tiefenverankerung der Falte, lässt sie sich häufig nur schwer unterspritzen. In diesem Fall muss über eine operatives Lösung der Tiefenverbindungen nachgedacht werden.

Nasenrückenfalten, „bunny lines“, Hexenfalten

Diese Falten können bei starker Ausprägung des Nasenmuskels auftreten. Sie werden durch das Zusammenkneifen der Augen verstärkt. Sie sind auch als Zeichen der Mimikhemmer-Behandlung bekannt und werden in aller Regel mit zwei zusätzlichen Injektionen behandelt.

Halsfalten, „Platysmafalten“, Truthahnhals, „platysmal banding“

Der Halsmuskel, das sogenannte Platysma, erschlafft häufig altersbedingt im Bereich seiner mittleren Ränder − es entstehen mehrere Stränge die vertikal am Hals sichtbar werden. Zur Faltenreduktion kann in diese im Abstand von 1,5 Zentimetern Mimikhemmer injiziert werden.

Dekolletéfalten

Im Verlauf des Lebens zeigen sich im Dekolleté zunehmend Fältchen − diese nehmen im weiteren Verlauf eine V-Form an. Sie können mit einer oberflächlichen Injektion von Mimikhemmer verbessert werden.

Da im Dekolletébereich aber auch viele statische oder Schlaffalten auftreten, werden zusätzlich andere Methoden der Behandlung wie ein chemisches Peeling, Medical Needling oder die Mesotherapie eingesetzt.

Wangenfalten

Die Falten an den Wangen entstehen durch Verbindungen der Muskulatur mit der Haut. Die tiefe Muskulatur im Wangenbereich lässt sich jedoch nicht durch Mimikhemmer lähmen, da sie wichtige Funktionen erfüllt. Die Falten lassen sich aber oberflächlich mit Füllstoffen verbessern.

Haarausfall

In einigen Fällen führt eine verstärkte Aktivierung der Kopfhautmuskulatur zu einer Durchblutungsverminderung und damit zu vermehrtem Haarausfall. Mimikhemmer kann die Muskelhyperaktivität durchbrechen.

Nasolabialfalte

Hier kann durch eine Behandlung mit Mimikhemmer in bestimmten Fällen eine Verbesserung erreicht werden. In dieser Region werden jedoch eher Füllstoffe verwendet.

Mikroinjektionstechnique

Hierbei wird Mimikhemmer stark verdünnt eingesetzt, um oberflächlich auch an Stellen eingesetzt zu werden, die sonst nicht behandelt werden könnten.

Narben

Mimikhemmer kann auch zur Behandlung von hypertrophen Narben eingesetzt werden. Hierbei wird es in die vernarbte Haut gespritzt.

Migränebehandlung

Als Nebeneffekt von ästhetischen Behandlung ist in der Vergangenheit aufgefallen, dass sich durch die Behandlung mit Mimikhemmer eine Migräne verbessern kann. Mimikhemmer wird hierzu bereits gezielt therapeutisch eingesetzt.

„Meso-Mimikhemmer“

Kombiniert mit der Mesotherapie wird Mimikhemmer als sogenanntes „Meso-Mimikhemmer“ in geringerer Dosis und verdünnt in der Haut auf größeren Bereichen angewendet.

Nasenspitzenlifting

Durch Injektion von Mimikhemmer in den Muskel der die Nasenspitze senkt, kann die Nasenspitze dezent angehoben werden.

Gummy Smile

Bei einem schönen Lächeln wird nur ein Teil der Zähne entblößt und das Zahnfleisch nicht oder wenig sichtbar. Um das starke Anheben der Oberlippe und somit das Entblößen der Schleimahut beim Lachen abzuschwächen, kann ein Teil der Muskeln (die „Lippenheber“) gezielt mit Mimikhemmer behandelt werden.

Masseterhypertrophy

Insbesondere im asiatischen Kulturraum zeigt sich bei vielen Frauen eine ausgeprägte Vergrößerung des Kaumuskels, wodurch das Gesicht einen eckigen Ausdruck erhält. Zur Verminderung kann der Muskel auf beiden Seiten mit Mimikhemmer gelähmt werden. Hierdurch kommt es auch zu einer Verkleinerung des Muskels – diese Entwicklung erstreckt sich über einige Wochen.

Als Nebenwirkungen sind Krafteinschränkung beim Kauen möglich − häufig sind mehrere Injektionen notwendig, insbesondere, wenn die Nebenwirkung gering gehalten werden sollen.

Hyperhidrosis

Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Behandlung von übermäßigem Schwitzen, der Hyperhidrosis. Mimikhemmer kann hier zeitlich abgestimmt zur deutlichen Verminderung der Schweißproduktion führen. Behandelt werden dabei nicht nur der Achselbereich, sondern bei Bedarf auch Hände und Füße.

Haben Sie Fragen zu einem unseren minimal-invasiven Behandlungen?
Bitte sprechen Sie uns an, wir sind sehr gern für Sie da!

Schreiben Sie uns eine Nachricht:

* Pflichtfelder

Ästhetik, die eine Handschrift trägt